Roter Teppich für rechtsextreme Lega?

„Wir freuen uns“, heißt es in einer Verlautbarung der städtischen Pressestelle, „auf den Antrittsbesuch von Frau Bürgermeisterin Sara Casanova aus Lodi, die Konstanz mit einer kleinen Delegation vom 11.6. bis 12.6. besuchen wird“. Ist das wirklich Anlass zur Freude, wenn eine Vertreterin der rechtsextremen Lega an den Bodensee kommt?

Investor Buffs williges Orchester

Hans Jürg Buff wird wohl rundum zufrieden sein: Die wichtigsten Entscheidungsträger für sein geplantes Wellness-Hotel auf dem Büdingen-Gelände heißen ihn herzlichst willkommen und nehmen vorab schon mal eine durchweg demütige Haltung ein. Und der Lokalchef der hiesigen Lokalzeitung glaubt anordnen zu können, worüber man in dieser Stadt diskutieren darf und worüber nicht. Eine kritische Betrachtung.

Junge Rechte am Bodensee rüsten auf

Die „Identitäre Bewegung“ (IB), eine rasch wachsende Gruppierung mit rechtsextremistischer Ideologie, hat in den vergangenen Monaten mit mehreren Aktionen auf sich aufmerksam gemacht. Unter anderem mischten sie sich in Fasnachtsumzüge, auch in Konstanz. Die Verhüllung der Imperia geht ebenfalls auf ihr Konto. Einer ihrer vermeintlichen Drahtzieher ist in Wollmatingen gemeldet und gilt vor Ort als Mitorganisator der rechten Umtriebe.

Der gescheiterte Maulkorbversuch zu Konstanz

Mehrere StadträtInnen hatten ihr Abstimmungsverhalten zur geplanten Verlängerung des Theaterintendanten Christoph Nix öffentlich bekannt gegeben. Postwendend wurde ihnen per Mail erklärt, damit hätten sie gegen ihre Verschwiegenheitspflicht verstossen, denn die betreffende Sitzung sei nichtöffentlich gewesen und die Abstimmung geheim. Es roch nach Sanktionen. Nun der kleinlaute Rückzieher.

Bodenseeforum: Reif für die Insel

Im Sommer 2017 wurde Andrew Lohmar vom Konstanzer Gemeinderat zum Geschäftsführer des Bodenseeforums (BoFo) gewählt. Der gebürtige Schotte hat wohl nicht gewusst, worauf er sich da einlässt und was da auf ihn zukommt. Sein anfänglicher Optimismus hat bereits empfindliche Dämpfer erfahren. Nun plant er eine Art Befreiungsschlag